Gute Agentur. Gute Zusammenarbeit.

Woran merke ich als Künstler, dass ich die richtige Agentur gefunden habe?

Ich finde die Bezeichnung aus dem englischsprachigen Raum beschreibt einen grundlegenden Aspekt ganz treffend. Dort spricht man von ‚representation‘, wenn von Management oder Agentur die Rede ist. Die eigentliche Frage lautet: Wem vertraue ich so sehr, dass diese Person mich nach außen repräsentiert?

Damit geht es für mich weniger um die Frage, was eine gute Agentur ausmacht, sondern vielmehr darum, was die passende Agentur ist. In jeder Zusammenarbeit geht es um die Erwartungen auf beiden Seiten: Was suche ich, als Künstler:in? Was erwarte ich von meiner Agentin? Genau das ist auch meine erste Frage, wenn sich jemand bei mir bewirbt. 

Agenturbetreuung bedeutet für mich individuelle Betreuung. Mich interessiert zuerst: Was wird eigentlich gebraucht? Erst dann kann ich ehrlich sagen: Dafür bin ich die Richtige.

Wie schafft man eine gute Zusammenarbeit?

Ich denke drei Dinge sind entscheidend: Vertrauen, Kommunikation und Eigenverantwortung. 

Grundlegend ist beiderseitiges Vertrauen, die Chemie muss stimmen. Wie bei allen tragfähigen Beziehungen, geht es um den persönlichen Draht. 

Genauso wichtig ist eine offene und kontinuierliche Kommunikation, die sicherstellt, dass beide in die gleiche Richtung schauen. Unsere Branche ist schnelllebig, Projekte entwickeln sich oft kurzfristig und eine funktionierende Zusammenarbeit lebt von laufenden Updates. Umso wichtiger ist es, sich regelmäßig abzugleichen.

Als Agentur übernehme ich zwar, im Rahmen des Agenturvertrages, Agenden und somit Verantwortung. Die Eigenverantwortung meiner Klientinnen und Klienten bleibt davon jedoch unberührt. Selbst wenn es unterschiedliche Ansichten gibt, tragen wir als Agentur die Entscheidung unserer Künstler mit.

Ich sehe meine Aufgabe primär darin, alle Informationen zu sammeln, Zusammenhänge sichtbar zu machen und möglichst neutral einen Überblick über die Situation zu schaffen. Entscheidungen werden nicht von mir getroffen, sie entwickeln sich meist im Gespräch.

Und damit schließt sich wieder der Kreis zu Kommunikation und Vertrauen.

Meine Rolle im Team

Agenturbetreuung bedeutet Beziehungsaufbau.

Ich stelle natürlich meine Erfahrung zur Verfügung – aber auch meine Aufmerksamkeit, meine Präsenz und meine ehrliche Einschätzung. Agenturbetreuung lebt davon, Zeit für den Austausch zu haben, Entwicklungen wahrzunehmen, Prozesse zu reflektieren und gerade in unsicheren Phasen ein verlässliches Gegenüber zu bleiben.

Vielleicht lässt sich eine gelungene Zusammenarbeit am Ende ganz einfach zusammenfassen:

Man muss einfach Bock drauf haben, das Ding gemeinsam zu rocken.

#mehralsverhandelt – was Agenturbetreuung für mich bedeutet

Im Zuge der Social-Media-Kampagne #mehralsverhandelt und #wirsindderverband des Verbands der Agenturen wurde uns Agenturen ein Fragenkatalog zugestellt. Wir sollten uns ein, zwei Fragen aussuchen und sie im Rahmen von kurzen Videos beantworten.

Darunter Fragen wie: Was mach einen guten Agent in aus?, Warum sind Agenturen wichtig in der Branche? Wo endet deine Verantwortung für deine Klient:innen – und wo beginnt ihre Eigenverantwortung? Wann ist dir klar geworden, dass Agenturarbeit mehr ist als „verhandeln“? Was bedeutet Loyalität für dich – gegenüber Klient:innen, Kolleg:innen, Produzent:innen? Wie siehst du die Zukunft des Berufsbilds Agent:in in Zeiten von KI, Selftapes und Social Media?

Es war ein willkommener Anlass, das eigene Agentendasein etwas zu reflektieren – und so entstanden nicht nur ein paar Videos, sondern auch eine kleine Blogserie, in der ich die Fragen zum Anlass nehme, über Agenturarbeit nachzudenken.

Ein Umfeld schaffen, in dem Karriere möglich wird

Manche glauben, wir sind Arbeitsvermittler, manche denken wir verhandeln Verträge. Ja das tun wir – aber eben nicht nur. Diese Reduktion auf Vermittlung und Verhandlung wird der Arbeit einer Agentur allerdings nicht gerecht. Vieles von dem, was wir tun, passiert lange bevor ein Vertrag auf dem Tisch liegt – und natürlich auch noch lange danach.

Meine Sicht auf Agenturarbeit wurde stark dadurch geprägt, dass ich nicht direkt in einer Agentur begonnen habe. Ich habe zuvor in Theatern und Kulturinstitutionen gearbeitet und konnte so Künstlerinnen und Künstler unmittelbar im Produktionsalltag erleben.

Mit den Künstlern in den Produktionen zu arbeiten und dabei ganz unmittelbar zu erleben, wie es ihnen geht, welche Themen ihnen wichtig sind, wo es hakt, welche Dynamiken entstehen – hat wahrscheinlich meine Form der Agenturbetreuung schlussendlich sehr beeinflusst. Die grundlegende Frage war und ist für mich immer: 

Was braucht ein kreativer Mensch, um gut, frei und sicher arbeiten, ‚sein Ding‘, machen zu können?

Sicherheit & Stabilität

Eine Agentur kann Stabilität und somit Sicherheit geben. In unseren aktuell recht holprigen und herausfordernden Zeiten scheint das wichtiger denn je: ein sicheres Umfeld, eine Bindung auf die man sich verlassen kann – „In guten wie in schlechten Zeiten„.

Der professionelle Blick von außen ist unerlässlich. Jemand der Überblick und Ruhe behält und unbedingte loyal ist. Das ist gerade in den seit längerem recht stürmischen Zeiten besonders wichtig – und wenn alles toll läuft, hat man jemand, der genau weiß, wie der Weg dahin war und mit dem man dann auch entsprechend feiern kann.

Gerade denjenigen, die neu in den Markt einsteigen, kann ich nur wünschen Unterstützung zu haben. Man kommt mit viel Energie und Ambition aus der Ausbildung. Es ist um so vieles leichter, wenn man die grundlegenden Spielregeln kennt. Wie funktioniert das hier? Was brauche ich? Vieles an Stolpern und an Frust passiert auf Grund von ungenügendem Wissen – und ist vermeidbar. 

Bei all jenen, die schon länger dabei sind, hat sich gezeigt, dass es im Laufe des Karrierewegs, Wendepunkte oder Ereignisse, geben kann, in denen eine starke Begleitung an der Seite einfach hilfreich ist.

Mäandernd oder stringent – jeder Karriereweg ist anders

Ein künstlerischer Karriereweg kann sich so unterschiedlich entwickeln, wie wir Menschen verschieden sind und die Zeiten turbulent. Das macht die Agenturarbeit auch so spannend. Im Idealfall arbeitet man mit seinen Schauspielerinnen und Schauspielern über Jahre zusammen. Dadurch bekommt man ein gutes Gefühl dafür, was passt, was sinnvoll wäre und wie man mit Unvorhergesehenem am besten umgeht.

Ein Fazit

Agenturarbeit bedeutet vielmehr Gespräche zu führen, Entwicklungen mitzudenken, Konsequenzen abzuschätzen, Material zu sichten, Strategien zu entwickeln, manchmal zu bremsen, manchmal zu ermutigen, Kontakte zu pflegen und, ganz wichtig, den Überblick und einen kühlen Kopf zu behalten.

Letztlich bedeutet Agenturarbeit, unseren Klientinnen und Klienten auf diesem schwer vorhersagbaren Weg, den Rücken freizuhalten und den Rücken zu stärken, damit sie sich auf das konzentrieren können, was sie am besten können: ihre Kunst.


Im nächsten Teil dieser Blogserie geht es um die Zusammenarbeit zwischen Künstlerin bzw. Künstler und Agentur. Warum sie weit mehr ist als ein Vertragsverhältnis, welche Erwartungen beide Seiten mitbringen und weshalb Vertrauen die Grundlage jeder langfristigen Zusammenarbeit bildet.

Über das Portraitfotoshooting

Drei Erkenntnisse aus der Praxis

Wenn man Schauspielerinnen und Schauspieler zum Thema ‚Fotoshooting‘ coacht, dann ist das eigene Fotoshooting nochmal eine spezielle Herausforderung bzw. auch eine gute Gelegenheit, um zu überprüfen, ob das, was man zu vermitteln versucht tatsächlich so funktioniert – und wie sie sich das dann in der Praxis anfühlt.

Bei mir stand also dieses Jahr selbst ein Fotoshootings an und ich durfte meine Tipps für andere nun am eigenen Leib überprüfen. Hier meine Essenz zusammengefasst:

  1. Moods: Ich habe viel Zeit mit dem Sammeln von Moods verbracht – vielleicht sogar sehr lange, aber ich habe diesen Prozess gebraucht: es ist gut zu wissen, was man will – oder eben nicht – und sich einzustimmen. Das schafft Klarheit und hilft bei der Kommunikation mit dem Team.
  2. Apropos Team: Als ich mit ‘mein’ Team gefunden hatte, war nicht nur die Entspannung sofort spürbar – auch Vorfreude hat sich eingestellt. Ich hatte beide vorab getroffen und den Großteil vorbesprochen. Am Shooting-Tag selbst lag die Kleidung bereit und die Sujets mussten nur mehr ‚abgearbeitet‘ werden. Es war ein intensiver Shooting-Tag, aber immer entspannt und im Flow – und er ließ, durch die gute Vorbereitung, auch Raum für Spontanität.
  3. Verwendungszweck: Wir wussten alle drei ganz klar, was gebraucht wird. Die Websiten gaben die Formate und die Themen der Gestaltung vor – das machte das Navigieren durch den Shooting-Tag flüssig. Meist zeigt sich schlechte Planung ja erst im Nachhinein, wenn man drauf kommt, etwas vergessen zu haben. Ich hatte alles und noch viel mehr…

Fazit: Ein Fotoshooting soll keine Verpflichtung sein, sondern Freude machen. Jene Vorbereitung, die ich immer ‚predige‘ war dazu für mich der Schlüssel: Der Prozess war konzentriert und relaxed zugleich und die Pizzaorgie danach der perfekte Abschluss.

GROSSEN DANK AN: Peter Schindler (Styling) und Klaus Vyhnalek (Fotos). Wir alle drei sind mit dem Ergebnis rundum zufrieden. Die Selektion von Klaus findet sich auf seiner Website – ich fühle mich sehr geehrt!

Und wie geht es jetzt weiter? Braucht es Ziele und wie erreicht man sie…

Welche Ziele hat man (für das neue Jahr), was ist die Vision für die Zukunft? Was soll anders werden, was darf bleiben? Gerade zu Jahresende und Jahresbeginn sieht man sich mit derartigen Fragestellungen konfrontiert – entweder stellt man sie sich im Rahmen des eigenen Reflexionsprozesses selbst, oder bekommt sie gestellt.

Während Ziele schon recht konkret sind, klingt die Vision ein bisschen nach Utopie, nach einem Traum – und das darf sie auch sein. Ziele wechseln und verändern sich. Die Vision ist langlebiger – wie ein Leuchtturm oder Leitstern, nach dem ich mich immer wieder ausrichte. Eng verbunden mit dem ‚warum bin ich hier‘ – der Essenz, die mein Dasein sinnvoll macht. 

Die Definition – wohin denn genau?

Meist stellt  schon die Zieldefinition die erste Herausforderung dar. Denn sie sollte genau sein, damit es keine Bruchlandung gibt. Was passiert, wenn dem nicht so ist, lässt sich gut im außen, zum Beispiel in der Politik oder Unternehmen, beobachten. Eine der fünf Grundprämissen der Zielsetzung ist: das gesteckte Ziel muss zu 100 % eigenständig von mir umsetzbar sein. Wie oft erleben wir Menschen mit ihren Zielen scheitern, weil sie diesen Punkt nicht beachten. Sie übersehen, dass Faktoren mitspielen, die sie nicht kontrollieren können und dass ihr Ziel von anderen Menschen mit Enthusiasmus mitgetragen werden müsste. 

Womit wir beim zweiten wesentlichen Punkt wären: der Attraktivität des Ziels. Erscheint sofort das Bild von Überwindung, Kasteiung und Mühe vor dem inneren Auge, wird das mit dem Erfolg nichts werden. Schaffe ich es jedoch, ein Bild zu finden, bei dem eine inneres ‚Juhuu‘ ertönt, dann habe ich etwas gefunden für das es sich auch mal zu kämpfen lohnt.

Innere Bilder lassen uns dran bleiben

Klare innere Bilder sind sowohl für eine Vision wie auch für Ziele essentiell. Beides entsteht nicht mit Logik und am Reißbrett. Ja, Struktur und schriftliches Festhalten helfen,  aber wie oft haben wir logisch noch so sinnvolle Ziele nicht weiter verfolgt. Ein auf dem Papier skizziertes Gebäude, wird beim Betrachter real, indem er sich vorstellt wie gemütlich es ist in den Räumen zu leben, wie die wunderbar Aussicht ist, oder wie die Morgensonne durch die Fenster fällt.

Wie fühlt es sich an, wenn ich dort bin?

Und manchmal wird es auch schwierig konkret zu werden, weil man sich nicht von abgespeicherten (schlechten) Erfahrungen frei machen kann. Der Kopf pfuscht einem schonmal mit „das geht doch nicht“ hinein, wenn man sich Veränderung wünscht, sie sich dann aber nicht zu formulieren und auszuschmücken wagt. Gerade hier helfen Coachingtechniken dabei, ein vielleicht noch diffuses Gefühl aus dem Unterbewusstsein an die Oberfläche zu holen, vom Ballast zu befreien, als Bild lebendig werden zu lassen und dadurch auch umsetzbar zu machen. 

Wer sich Ziele setzt braucht Fokus und, ja, auch Disziplin. Beides bringt man nicht auf, wenn man sich nicht wirklich sicher ist, oder sich selbst nicht genug ernst nimmt. Eine Zielsetzung für das eigene Leben ist ein kraftvoller Akt der Selbstfürsorge. Ich nehme mich mit meinen Bedürfnissen und Wünschen so ernst, dass ich aktiv mein Leben gestalte. Ich bin nicht mehr Passagier äußerer Bedingungen, ich bringe den Mut auf und nehme das Ruder in die Hand, weil ich weiß wohin es gehen soll. Ziele können somit auch zur Steigerung des Selbstwertes beitragen.

Kleine Schritte und klare Entscheidungen

Motivation und Stärkung am Weg bringen Etappenziele, die klug gesetzt sind und gefeiert werden. Ein Rückschritt oder Zurückfallen wird faktisch unmöglich. Wie auf jedem Weg gibt es vielleicht ein Innehalten, Nachjustieren und eine Kurskorrektur. 

Auf welcher Basis trifft man nun in diesem Prozess der Veränderung sichere Entscheidungen, die man nicht kurze Zeit danach schon wieder bereut, oder in Frage stellt? Habe ich ein klares Bild, reicht meist die Frage: „Bringt mich …. meinem Ziel näher oder entferne ich mich dadurch?“

Der Weg dahin…

Und weil es nie den einen richtigen Weg gibt, der für jeden passt, kann es sein, dass zu bestimmten Zeiten, auch mal nichts konkret formuliert sein will, nichts getan oder geplant. Dass es vielleicht gerade jetzt notwendig ist, das bereits Erreichte zu würdigen. In diesem Sinne wäre ein mögliches Ziel, erstmal Zeit mit sich zu verbringen – in Offenheit und Verbindung – um daraus Antworten zu bekommen, wohin die Reise gehen darf…

Viva Magenta, viva Artist Life!

Wie alles begann…

Wie kann eine gelungene Karriere entstehen – und was braucht es dazu auf dem Weg?“ – das war die grundlegende Fragestellung zur Gründung des Blogs „call your agent” im Jahr 2016. 

Naheliegend für eine Agentin. Hinzu kam die Motivation mein Know-how auch abseits der Agenturtätigkeit zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile sind es über 30 Beiträge. Darunter ganz persönliche Beobachtungen zur Branche , handfestes Know-How, wie Tipps zu Selbstvermarktung, Bewerbung und Lebenslauf, bis hin zu Überlegungen in Bezug auf Krisen und Motivation.

Nun ist es an der Zeit für einen Relaunch mit einem leicht veränderten Look in neuer Farbe, einem breiteren Themenspektrum und mehr Angeboten im Bereich Coaching.

Mehr Funkeln in der Künstlerkarriere

Die Farbe, die der Seite jetzt ihren Stempel aufdrückt, ‚Viva Magenta‘ passt perfekt in die Zeit:

Viva Magenta (…) expressive of a new signal of strength (…) is brave and fearless, and a pulsating color whose exuberance promotes a joyous and optimistic celebration, writing a new narrative. Rooted in the primordial, Viva Magenta reconnects us to original matter. Invoking the forces of nature, (it) galvanizes our spirit, helping us to build our inner strength.

Leatrice Eiseman, Pantone Color Institute

Furchtloses und freudvolles voranschreiten in Richtung red carpet, optimistisch in die Zukunft blicken und die bisherigen Schritte wertschätzen – verbunden mit sich selbst. Das ist es doch!

Wer mich aus Coachings oder Trainings kennt, weiß um meinen Ansatz: den Zugang zum tieferen (oder höheren, je nachdem wie man es sehen möchte) Sinn des eigenen Da-seins, also auch der künstlerischen Tätigkeit, zu finden. Das Leben in der eigenen Essenz bringt jene Stärke, jenes Selbst-bewusst-sein, das auch durch stürmische Zeiten und Zeiten der Veränderung trägt.

Angebote im Coaching

Die Beratungspakete sind auf die Karriere abgestimmt: erste Schritte nach der Ausbildung, Bewerbung, Lebenslauf, Fotomaterial und Social Media.

Karriere- und Life-Coaching bedeutet für mich jenen Weg zu finden, der, passend zur Person, ihrer Biographie und ihren Talenten, organisch und realistisch lebbar ist.

Gedanken rund um Künstlerdasein im Blog

Die Themen des Blogs werden zeitliche Ereignisse und aktuelle Herausforderung berücksichtigen und auch weiterhin Branchentipps geben – um möglichst easy und erfolgreich durch Höhen und Tiefen des Alltagsdschungels zu surfen.

Der Herbstanfang, wo man der Natur dabei zuschauen darf wie sie sich auf den Winter vorbereitet, kann vielleicht als Anlass genützt werden um inne zu halten und Inventur zu machen. Vielleicht wird das ja das kommende Thema…

Viel Freude beim Schmökern. Ich freue mich, wenn wir in Kontakt bleiben.

How to … Selbstvermarktung mit Social Media – die richtige Plattform für mich

Nach dem ersten Artikel zum Thema „Social Media kann jeder selber machen“ versuche wir uns nun, uns im Wirrwarr der vielen Plattformen zurecht zu finden.

#2 Man muss auf allen Social-Media-Plattformen vertreten sein

Es herrscht vielfach der Glaube, dass man omnipräsent sein müsse, um wahrgenommen zu werden – und natürlich sollte man auch auf all diesen Plattformen möglichst viele Likes und Kontakte hamstern. Dabei geht es doch nicht um Quantität, sondern um die Qualität der Kontakte.

Ob Facebook, LinkedIn, Instagram, Xing, Twitter, Pinterest oder YouTube – jede dieser Kommunikationskanäle hat spezifische Anforderungen und auf jedem dieser Kanäle finden sich unterschiedliche Menschen ein.

Insofern bringt es wenig, den selben Inhalt in der gleichen Form auf allen Medien zu posten. Was gut auf Facebook funktioniert, ist nicht instagramtauglich und eignet sich auch in der Form vielleicht nicht für die Xing-Nutzer. 

Mittlerweile gibt es Programme, die Content automatisch auf mehrere Kanäle verteilen. Das erleichtert sicherlich das Prozedere. Aber um diese Tools zu nützen, muss es vorab einen Plan geben – ein Konzept zu Inhalten in Bild und Text, einen Rhythmus bzw. eine Frequenz. 

Auch das zu machen was andere tun, führt nicht automatisch zum Erfolg. Nur weil ein Kollege / eine Kollegin auf youTube mega erfolgreich ist und dort Follower um Follower sammelt, bedeutet das nicht, dass dies auch für mich gilt. Folgende Fragen helfen bei der Differenzierung.

Die Wahl der für MICH richtigen Kommunikationstools

  • Wo hält sich meine Zielgruppe auf?
  • Mit wem ist es sinnvoll ein Netzwerk aufzubauen?
  • Welche Inhalte möchte ich teilen, passen zu mir?
  • Wie kann ich die Besonderheiten des jeweiligen Kanals bedienen?
  • Wie viel Zeit habe ich / möchte ich aufwenden?

Fazit

Es gibt nicht das eine Konzept, das für alle funktioniert. Jeder ist angehalten, sich Gedanken über seinen / ihren Content und das für ihn / sie passende Medium zu machen.


Wie kann ich Social Media für meine Karriere nutzen?

Welche Inhalte passen zu mir und meiner Zielgruppe?

Möchtest Du Dich mit diesen Fragen beschäftigen, dann melde Dich gerne für ein unverbindliches Telefonat.

Die eine wichtige Frage der Marie Kondo

Was die KonMari-Methode für Künstler:innen tun kann

Die Netflix-Serie und das Buch „Tyding up“ sind momentan in aller Munde. Die kleine, fröhliche Japanerin schneit mit ihrer unbekümmerten und wertschätzenden Art in Wohnungen und Häuser um die Bewohner beim Ordnung machen zu unterstützen. Aufräumen und Ausmisten bringt dabei so manchen an seine Grenzen, stehen sie doch in einigen Fällen in einem direkten Zusammenhang mit der aktuellen Lebenssituation.

Marie Kondo beginnt ihre Methode mit der Frage, welche Vision und Wünsche die Besitzer vom zukünftigen Leben in ihrem Haus oder ihrer Wohnung haben. 

Die Frage nach der Freude

Weiter geht es mit dem brüchtigtem Kleiderberg. Alles raus, alles aufs Bett – auch wenn es sich bis zur Decke türmt. Und dann zwingt die, mittlerweile berühmte, Frage

„Does it spark joy for you?“

dazu innezuhalten und die Qualität jedes einzelnen Kleidungsstücks zu hinterfragen: War es eine Vernunftsentscheidung? Passt es mir noch? Birgt es Erinnerungen, die ich nicht verlieren will?

Passen Vision und Realität zusammen?

Der nächste wichtige Schritt Komono oder ‚miscellaneous items‘ wartet mit einer ähnlichen Fragestellung auf: Passt das Ding in meiner Hand in die Vision von mir in der Zukunft? Unterstützt es mich auf meinem Weg, ist es positiv besetzt oder hält es mich in der Vergangenheit fest?

Nachdem ich in den 90ern „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ gelesen habe und vor die Herausforderung von vier Wohnungsauflösungen gestellt wurde, bin ich im Ausmisten ein Pro. Trotzdem habe ich alle Folgen von „Tyding up“ in drei Nächten inhaliert, weil mich diese, auf die Essenz reduzierten, Fragestellungen rund um „Freude“ und der „Vision für sich selbst“ fasziniert und inspiriert haben. Und ich habe mich gefragt, ob und in welcher Form sich dieser Ansatz für das Künstler:innenleben übersetzen lässt.

Übersetzen in die Alltagswelt eines Schauspieler:innenlebens

  • Marie tritt vor jeder Beratung in einem kurzen Ritual mit dem Haus in Kontakt. Das mag strange anmuten, aber ich finde jeden Aufruf kurz inne zu halten und sich im Moment wahr zu nehmen, sehr hilfreich. Ruhe und das Verweilen mit dem was gerade ist, helfen dabei ehrliche Antworten zu relevanten Fragen zu bekommen.
  • Das Büro, die Arbeitsstätte von Schauspieler:innen, ist zum Teil zu Hause. Haben Bücher, Noten, wichtige Unterlagen und Trainingsgeräte einen wertschätzenden Platz? Lenkt mich mögliche Unordnung davon ab, meinen Fokus zu finden und mein Ziel zu verfolgen bzw. sogar es zu erreichen?
  • Auch soziale Kontakte, Ereignisse und Momente kann man unter der Fragestellung „Bringen sie mir Freude?“ betrachten. Sehe ich sie als inspirierenden Bestandteil meiner Zukunft, oder halten sie mich in der Vergangenheit fest?

Quellennachweise:
Marie Kondo https://konmari.com
„Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“, Karen Kingston; Rowohlt Taschenbuch


Brauchst Du einen kleinen Impuls unnötigen Ballast abzuwerfen und sich freudvollen Dingen zuzuwenden?

Möchtest Du Deiner Vision ein Stück näher kommen und suchst Unterstützung?

Melde Dich gerne für ein unverbindliches Telefonat.

4 Säulen, die meine Schauspielkarriere tragen

Ich möchte Karriere machen. Ich möchte erfolgreiche Schauspielerin / Schauspieler werden. Wie geht das?“ Eine Frage, die mir, sowohl von Studenten, als auch von schon im Beruf stehenden immer wieder gestellt wird. Hier eine erste kurze Bestandsaufnahme…

Eine gelungene Karriere im künstlerischen Bereich – wie auch in jeder anderen Branche – stützt sich auf vier Säulen:

Säule I – Was bedeutet es am Theater oder beim Film tätig zu sein?

Das prinzipielle Verständnis für die Branche, in der ich mich bewege und reüssieren möchte. Kenne ich die Strukturen und Spielregeln nicht, sind Missverständnisse, falsche Entscheidungen und dadurch auch Frustration vorprogrammiert.

Säule II – Schauspieltalent ist (nicht) alles

Talent, Technik und Können sind Kernfaktoren! Für manchen mag es frustrierend sein, dass es nie den Punkt gibt, wo man sich zurücklehnen und „jetzt bin ich fertig“ sagen kann. Denn auch Weiterbildung und laufendes Training sind essentiell. Nicht jede Ausbildung ist lückenlos und auch die persönliche (Weiter-)Entwicklung spielt eine gewichtige Rolle.

Säule III – Sichtbar werden in meiner Branche

Die übliche Reaktion auf das Thema Selbstvermarktung ist allzu oft „wieso muss ich mich auch noch darum kümmern, ich will doch Künstler sein.“ Das ist nachvollziehbar, jedoch ist man als Künstler Einzelunternehmer und trägt Verantwortung für sein kleines Unternehmen. Häufig herrscht aber auch einfach Unklarheit darüber, was damit eigentlich gemeint ist.

Säule IV – Mindset & Motivation sind ausschlaggebend für den Erfolg

Haltung und Einstellung zum Job sind eine Säule und gleichzeitig das Fundament. Wie ich mit mir umgehe, welche Gedanken ich immer wieder denke, ist ausschlaggebend für mein Vorankommen. Jede Erfahrung wird auf die eine oder andere Weise abgespeichert. Das Wenigste passiert bewusst. Falsche Glaubenssätze behindern die freie Entfaltung. Sich diese Themen anzusehen, ist in jedem Stadium der Karriere wichtig.

Alle Bereiche in Balance

Es nützt nichts, wenn nur einer der Bereiche gut und solide dasteht. Hält das Fundament nicht, oder ist eine der Säulen wackelig, stürzt das Haus ein, lässt sich nicht ausbauen, oder macht zumindest durch andauernde Reparaturen Ärger. Es geht – wie immer – um die Balance!


Gibt es eine der Säulen, die nicht so sicher steht?

Stimmt die Balance?

Was sind die Strategie, oder die nächsten Schritte?

Melde Dich gerne, wenn Du Dir diese, oder ähnliche Fragen zu einer sicher stehenden Karriere stellst.

Fotomaterial – Basis und Essenz in der Markenkommunikation

Fotos sind das Fundament des Außenauftritts im Schauspielbusiness

Mit Überraschung habe ich festgestellt, dass es noch gar keinen Blog-Post zum Thema Portraitfotos gibt! – Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich mit meinen Klienten regelmässig darüber spreche und – durch Beratung bei Vorbereitung und Fotoauswahl – praktisch laufend im Thema verhaftet bin.

Also höchste Zeit, ist doch das Fotomaterial eines Künstlers DAS wichtigste Marketingtool!

Das Character-Portrait als Markenlogo

Zu Beginn Generelles zum „Warum“: Jeder kennt Logos wie den Mercedes-Stern, das Starbucks-Zeichen oder das McDonald’s M – ohne dass es einer weiteren Erklärung bedarf, weiß man was dahinter steht, was man bekommt, wenn man sich dafür entscheidet. Ähnlich verhält es sich mit einem Portrait: es sollte dem Betrachter einen umfassenden Eindruck der Person vermitteln. Jedes Portrait erzählt eine Geschichte. Im Idealfall eine ansprechende, positive, interessante. Das ist beim Generaldirektor oder der Vorstandsvorsitzenden eines großen Unternehmens nicht anders. Sie repräsentieren die Linie ihres Unternehmens. Je nachdem ob das Set-Up eher formell oder lässig geprägt ist, sagt das etwas über die Firmenkultur und die Persönlichkeit aus. Gerade in großen Unternehmen wird hier nichts dem Zufall überlassen.

Bei Schauspieler:innen ist das nicht anders – nur dass es sich hier um (s)ein Einzelunternehmen handelt. Was in diesem Fall „erzählt“ und vermittelt werden sollte, ist das Paket, das die Casterin, der Regisseur, der Intendant erwarten darf, wenn es zu einem Engagement kommt.

Die No-Gos sind somit logischerweise Beliebigkeit, zu wenig Vorbereitung, nicht überdachtes Set-Up, Unaktualität und unprofessionelle Mittel. 

In meinen Seminaren verwenden wir einen guten halben Tag auf die Analyse des vorhandenen Materials und legen mit der Typ-Image-Analyse die Basis für eine klare Positionierung. Ausgestattet mit Checklisten hat jede und jeder danach die perfekten Voraussetzungen für ein erfolgreiches und stimmiges Fotoshooting. 

Ein schier unerschöpfliches Thema

Es gibt zu diesem  Thema unendlich viel zu sagen. Man sollte es jedenfalls nicht oberflächlich behandeln, sondern sich die Zeit nehmen. Die Pflicht ist die Zusammenarbeit mit einem professionellen Fotografen, die Kür, und hier wird es dann spannend, ist die individuelle Vorbereitung und Strategie sowie schlussendlich die Auswahl der richtigen Fotos – damit sich die Persönlichkeit optimal und eindrucksvoll vermittelt!


Brauchst Du Feedback zu Deinem vorhandenen Fotomaterial?

Stehst Du kurz vor einem Fotoshooting und Dir fehlt die Orientierung, was Du konkret in Deiner Branche (Film, Bühne, Werbung) brauchst und was für Dich passend ist? Hast Du die Qual der Wahl bei der Auswahl und benötigst Unterstützung bei Bewertung und Auswahl?

Gerne unterstütze ich mit Feedback im Rahmen eines Coachingpakets, das ich konkret zu der Thematik zusammengestellt habe.

Was hilft bei Prokrastination

10 mögliche Strategien rund um Prioritäten und To-Do’s

Es gibt unzählige Ratgeber und Checklisten – deshalb hier eine subjektive Auslese jener Punkte, die mich im Zuge der Beschäftigung mit dem Thema am meisten angesprochen haben:

  • Generell lohnt es sich, genauer hinzusehen, ob es einen Grund gibt, warum eine bestimmte  Aufgaben nicht und nicht angegangen wird.
  • Sich zu allererst über seine Ziele klar zu werden und große Ziele in kleine, leicht erreichbare Happen herunterbrechen.
  • Druck, der von außen kommt, anzunehmen. Der Kampf dagegen kostet nur unnötig Kraft – und vielleicht lässt er sich sogar, ganz im Sinne einer japanischen Kampfsportart, transformieren und für sich nützen.
  • Die eigenen Umwege anerkennen – es muss kein Nachteil sein, nicht den direkten Weg genommen zu haben.
  • Sich nicht überfordern. Man kann nicht immer das ultimativ Beste abliefern. Das was in diesem Moment das Bestmögliche war, ist gut genug.
  • Respekt vor der eigenen, individuellen Arbeitsweise entwickeln. Prokrastination als möglichen notwendigen Arbeitsschritt akzeptieren und nicht mit sich ins Gericht gehen, sollte es wieder passieren.
  • Leistung funktioniert immer durch Belohnung. Oft erwarten wir aber Belohnung und Lob aus dem außen, das uns abhängig macht und uns leicht enttäuschen kann. Schaffen wir unsere eigene Belohnung, werden wir unabhängig.
  • Den Zeitpunkt und die Schnelligkeit hinterfragen. Vielleicht ist jetzt auch der falsche Moment. Nicht sichtbar zu handeln, bedeutet nicht, dass nichts passiert. Im Hintergrund laufen immer Prozesse ab – und gerade kreative Prozesse haben lange Entwicklungsphasen in denen es „gärt“.
  • Für Konflikte oder Muster, die sich schon länger nicht lösen lassen, kann man sich  Unterstützung durch Coaches oder Berater holen!
  • Diesen Artikel nicht aus Ausrede für’s Nichtstun verwenden.

Ein idealer Gedanke wäre, Freude an die Stelle von Pflicht zu setzen. Bin ich mir im klaren über mein nächstes erreichbares Ziel, entstehen Lust und Motivation Dinge anzugehen meist ganz von alleine.

In diesem Sinne, wünsche ich ein frohes neues Jahr mit viel Raum und Zeit für Klarheit und Freude an den kommenden Abenteuern!


 Bist Du Dir gerade über Deine Ziele nicht so recht im klaren bzw. möchtest wissen, wie Du sie erreichen könntest?

Melde Dich gerne für ein unverbindliches Telefonat.