Benedict Cumberbatch über seinen „Typ“

Im Interview zu seinem neuen Film „Dr. Strange“ definiert Benedict Cumberbatch, nicht ohne Selbstironie, wofür er gecastet wird:

Ich werde entweder als bleicher, arroganter und neurotischer Intellektueller eingesetzt oder als ‚androgyner Typ‘. Anders gesagt: als schlechter Liebhaber. (Kurier, 30.10.2016)

Mein Kind will ins „Showbusiness“

2 Tipps für den richtigen Umgang mit jungen Talenten

Viele Eltern, deren Kinder es auf die Bühne oder vor die Kamera drängt bzw. die schon dort angekommen sind, kennen das Business kaum bis gar nicht. Verständlicherweise schwankt man auch zwischen Misstrauen und Begeisterung, der neuen Welt zu der ihr Kind nun Zugang bekommt gegenüber.

Zur Orientierung zwei einfache Regeln:

  • Das Kind sollte gleichzeitig geschützt und unterstützt werden.
  • Einerseits kann man das Kind das Tempo bestimmen lassen, andererseits gilt es immer wieder zu überprüfen, ob die Belastung und der Druck nicht zu groß geworden sind.

Es geht darum eine gesunde Mischung zu finden. Manchmal ist es auch wichtig zu pausieren oder einen Workshop zu machen, der schauspielerisches Handwerkszeug vermittelt. Es kann schnell passieren, dass Kinder so routiniert werden, dass die kindliche, spielerische Natürlichkeit schwindet – und das ist weder für die persönliche Entwicklung des Kindes gut, noch wird es von Castern gerne gesehen. Auch darf keinesfalls die Schule leiden, dennauch  zukünftige Schauspieler brauchen eine fundierte Allgemeinbildung.

Für Agenten von Kindern und Jugendlichen geht es also daher darum, die Eltern in diesen Entscheidungen zu unterstützen und zu beraten.

Und sollte ein talentiertes und schon in jungen Jahren sehr erfolgreiches Kind mit 17 entscheiden, dass es Mikrobiologe werden möchte, muss das für all jene die zuvor Zeit und Energie in die junge Karriere investiert haben, 100%ig ok sein!

Die größten Fehler beim Lebenslauf

Beim Vorsprechen sollte man Glänzen und aus der Masse herausstechen, aber der Lebenslauf ist dafür nicht der rechte Ort. Am CV geht es darum, formale Kriterien zu erfüllen und die relevanten Informationen zu übermitteln. Daher hier ein paar Tipps für einen perfekten Lebenslauf:

  • Vorsicht mit Schriften, Farben und Dekoelementen: Eine gut lesbare Schriftart, bei der man mit Formatierungen (fett, unterstreichen) Akzente setzen kann, reicht. Auch zu viele unterschiedliche Font-Größen sollte man meiden. Kreatives Farbenspiel und Verzierungen sind ein absolutes No-Go.
  • Keine Angst vor weiß: Dem Maler Pieter Breughel sagte man eine Angst vor der leeren Fläche nach, weshalb auf seinen Bildern auf jeder noch kleinen Fläche Figuren, Häusern oder Landschaft zu finden sind. Bei einem Lebenslauf dient die leere Fläche jedoch der Orientierung und „Platz schinden“ ist bei Castern nicht gern gesehen.
  • Fokus aufs Portraitfoto: Heute werden CVs im Computer geöffnet. Das Erste was ins Auges springt, ist das Foto. Das heißt, das Portrait sollte in Ausschnitt und Größe auch auf einem Bildschirm schnell den Betrachter fangen! Ist der Name dann auch noch gut lesbar, steigt der Wiedererkennungswert.
  • Frühjahrsputz auch beim Lebenslauf: Dass man als 10-Jährige im Kinderchor auf der Bühne gestanden hat und/oder in den Anfangsjahren in Off-Produktionen gespielt hat, ist ok – jeder hat einmal begonnen –, jedoch sollte man seinen CV von Zeit zu Zeit einer kritischen Überarbeitung unterziehen.

Mein Lebenslauf erzählt etwas über mich. Wenn ich als professioneller Darsteller wahrgenommen werden möchte, den man zu Casting einladen soll, ja muss, dann ist es an mir, das auch so zu vermitteln. Das bedeutet: Ausschließlich Information, die dem Caster hilft, ein klares Bild von mir zu bekommen und mich mit einer Rolle zu assoziieren!

Ich brauche eine Website … oder nicht?

Nahezu gleichzeitig erreichen mich die folgenden Aussagen von Künstlern: „Ich mache mir jetzt eine eigene Website!“, „Ich nehme meine Website runter – ich kann sie nicht aktualisieren und das kostet so viel.“

Was hat es jetzt mit diesem Mythos „Du brauchst als Künstler eine eigene Website“ auf sich?!

Warum glaubt jeder Künstler, dass er eine Website braucht und warum braucht man als Künstler (k)eine Website?

Erste These: Man braucht als Künstler keine Website, um Jobs zu bekommen und erfolgreich zu sein!

Wie entstehen denn die meisten Websites? „Ich hab da jemanden, der macht mir das.“ Manchmal ist es der Partner, der das ‚kann‘. Man legt unbekümmert los und kommt drauf, dass man kaum aktuelle Fotos hat und auch sonst noch nicht so wirklich viel Material. Und bei Audio schreiben wir halt mal „coming soon“.

„Also ich finde die Farbe blau ganz toll … und Blumen mag ich auch gern.“ Ja, ok, ich übertreibe, aber es ist schon so, dass sich im Vorfeld wenige die Konsequenzen ihrer gestalterischen Entscheidungen bewusst machen und dass Farben, Schriften, Logos und Deko, ja selbst die Art des Aufbaus, das Bild des Künstlers im Netz mitdefinieren.

Und hat man es dann geschafft und das Ding ist online, kommen die eigentlichen Probleme so nach einem halben Jahr, wenn es  an das Aktualisieren geht. Dann ist die Partnerschaft vielleicht nicht mehr aktuell, oder der Jemand in eine anderen Stadt gezogen und man selbst hat keinen Schimmer wie man „Herzlich willkommen auf meiner neuen Website“ von der ersten Seite wegbekommt oder die endlich fertigen Audiofiles hochlädt.

Zweite These: Eine Website ist ein wunderbares Marketingtool!

Neben meinem Foto und meinem CV ist es sicherlich das beste Mittel, um das Bild, das von mir als professioneller Darsteller vermittelt werden soll, zu kommunizieren. Da gibt es nichts dran zu rütteln. Ich habe die Kontrolle über meinen Auftritt, über das was von mir im Netz erscheint.

Conclusio zu These 1: Alternativen andenken! 

Wer beim Website-Gedanken unsicher wird, mit Technik nichts am Hut, kein Budget um das Projekt zu finanzieren, und vielleicht auch noch nicht wirklich viel Material hat, sollte überlegen, ob er mit ner gut gestalteten Facebook-Seite, einem youTube-Channel und/oder dem Eintrag auf einem Schauspielerportal nicht wunderbar versorgt ist. Wer eine Agentur hat, kann sich überhaupt entspannt zurücklehnen, denn hier sollte der Webauftritt auf der Agenturseite ohnehin gegeben sein.

Conclusio zu These 2: Be a Pro!

Wenn sollte man es professionell angehen und Konzept, Design, Struktur und Programmierung mit einem Fachmann besprechen. Auch hier kann die Zusammenarbeit mit dem Agenten – in Bezug auf die richtigen Kontakte und die Erarbeitung eines individuellen Konzepts von Vorteil sein – schließlich verwendet die Agentur die Website zur Vermarktung des Künstlers.

Professioneller Schauspieler – professioneller Auftritt. Denn es geht sich als Profi ‚darzustellen‘. Und dazu gehört zweifelsohne sein Material und seinen Auftritt nach außen im Griff zu haben!