Ich brauche eine Website … oder nicht?

Nahezu gleichzeitig erreichen mich die folgenden Aussagen von Künstlern: „Ich mache mir jetzt eine eigene Website!“, „Ich nehme meine Website runter – ich kann sie nicht aktualisieren und das kostet so viel.“

Was hat es jetzt mit diesem Mythos „Du brauchst als Künstler eine eigene Website“ auf sich?!

Warum glaubt jeder Künstler, dass er eine Website braucht und warum braucht man als Künstler (k)eine Website?

Erste These: Man braucht als Künstler keine Website, um Jobs zu bekommen und erfolgreich zu sein!

Wie entstehen denn die meisten Websites? „Ich hab da jemanden, der macht mir das.“ Manchmal ist es der Partner, der das ‚kann‘. Man legt unbekümmert los und kommt drauf, dass man kaum aktuelle Fotos hat und auch sonst noch nicht so wirklich viel Material. Und bei Audio schreiben wir halt mal „coming soon“.

„Also ich finde die Farbe blau ganz toll … und Blumen mag ich auch gern.“ Ja, ok, ich übertreibe, aber es ist schon so, dass sich im Vorfeld wenige die Konsequenzen ihrer gestalterischen Entscheidungen bewusst machen und dass Farben, Schriften, Logos und Deko, ja selbst die Art des Aufbaus, das Bild des Künstlers im Netz mitdefinieren.

Und hat man es dann geschafft und das Ding ist online, kommen die eigentlichen Probleme so nach einem halben Jahr, wenn es  an das Aktualisieren geht. Dann ist die Partnerschaft vielleicht nicht mehr aktuell, oder der Jemand in eine anderen Stadt gezogen und man selbst hat keinen Schimmer wie man „Herzlich willkommen auf meiner neuen Website“ von der ersten Seite wegbekommt oder die endlich fertigen Audiofiles hochlädt.

Zweite These: Eine Website ist ein wunderbares Marketingtool!

Neben meinem Foto und meinem CV ist es sicherlich das beste Mittel, um das Bild, das von mir als professioneller Darsteller vermittelt werden soll, zu kommunizieren. Da gibt es nichts dran zu rütteln. Ich habe die Kontrolle über meinen Auftritt, über das was von mir im Netz erscheint.

Conclusio zu These 1: Alternativen andenken! 

Wer beim Website-Gedanken unsicher wird, mit Technik nichts am Hut, kein Budget um das Projekt zu finanzieren, und vielleicht auch noch nicht wirklich viel Material hat, sollte überlegen, ob er mit ner gut gestalteten Facebook-Seite, einem youTube-Channel und/oder dem Eintrag auf einem Schauspielerportal nicht wunderbar versorgt ist. Wer eine Agentur hat, kann sich überhaupt entspannt zurücklehnen, denn hier sollte der Webauftritt auf der Agenturseite ohnehin gegeben sein.

Conclusio zu These 2: Be a Pro!

Wenn sollte man es professionell angehen und Konzept, Design, Struktur und Programmierung mit einem Fachmann besprechen. Auch hier kann die Zusammenarbeit mit dem Agenten – in Bezug auf die richtigen Kontakte und die Erarbeitung eines individuellen Konzepts von Vorteil sein – schließlich verwendet die Agentur die Website zur Vermarktung des Künstlers.

Professioneller Schauspieler – professioneller Auftritt. Denn es geht sich als Profi ‚darzustellen‘. Und dazu gehört zweifelsohne sein Material und seinen Auftritt nach außen im Griff zu haben!

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