Mit vier Schritten ins neue Jahr!

Der Jahreswechsel steht bevor, der neue Kalender liegt bereit und es wimmelt vor Jahresrückblicken und Prognosen für das neue Jahr. 

Natürlich ist die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr eine gute Zeit um inne zu halten, Vergangenes zu reflektieren und sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Aber wozu? Ist es wirklich notwendig? Was für einen Unterschied macht es, schließlich ist es mühsam und man muss sich Zeit dafür nehmen.

Energie geht immer dorthin, wo die Aufmerksamkeit gerade ist. Fokussiere ich auf das, was nicht geklappt hat, dann liegt meine Energie in einer schmutzigen Pfütze. Ich kann somit selbst entscheiden, ob das was vom Jahr 2019 in Erinnerung bleibt einen guten oder einen schalen Nachgeschmack hat – und das wiederum beeinflusst mein Gefühl für das Jahr das da kommt.

Also entweder: „Das wird wahrscheinlich auch nicht besser, wenn es schon dieses Jahr nicht geklappt hat.“ Oder „Toll, was ich gelernt habe und was ich damit im kommenden Jahr anstellen kann.

Wir können uns selbst unterstützen die Aufmerksamkeit auf die richtigen Dinge zu lenken. Aber wie das geht das? Hier eine kleine Hilfestellung …

Schritt 1 – Der wohlwollende Blick zurück

  • Worauf war ich im letzten Jahr stolz? – Egal, ob beruflich oder privat: es kann die toll gelungene Geburtstagsfeier für den Sohn, die Erarbeitung eines neuen Monologs, die Ernährungsumstellung oder die persönliche Bestleistung in der Plank-Challenge gewesen sein.
  • Welche Hindernisse habe ich überwunden? – Auch hier gilt es, die kleinen Hürden zu feiern, die man übersprungen hat. 
  • Welche wesentliche Erkenntnis habe ich 2019 gewonnen? Was hat sich dadurch geändert? – Jede Erkenntnis ist der erste Schritt zu Veränderung. 

Schritt 2 – Das Richtige mitnehmen

  • Was möchte ich aus dem letzten Jahr unbedingt ins neue Jahr mitnehmen? – War es ein Erlebnis, eine Begegnung, ein Gefühl / ein Gedanke, …
  • Was möchte ich gerne zurücklassen? – Gibt es etwas, das ich gerne loslassen möchte, so kann man das mit einem kleinen Ritual verbinden: Schreibe einen Begriff für das, was Du nicht mehr in Deinem Leben haben möchtest, auf einen Zettel, verabschiede Dich mit für Dich passenden Worten wie z.B. „Das brauche ich ab jetzt nicht mehr!“ zerknülle ihn, wirf ihn weg oder verbrenne ihn.
  • Welches (Herzens-)Projekt gibt es schon lange, das ich nicht umgesetzt habe?  – Habe ich etwas, das mir wichtig ist, in der Ecke verstauben lassen bzw. ihm nicht die notwendige Aufmerksamkeit angedeihen lassen?
  • Was steht schon ewig auf der To-Do-Liste und wurde das ganze Jahr nicht angegangen? – Möglicherweise ist an der Zeit „sollte ich“ in „will ich“ umzuwandeln, oder manche To-Dos ganz zu streichen.
  • Welche Erwartung von anderen möchte ich nicht mehr erfüllen? – Manchmal kommt man vor lauter Anforderungen von außen nicht weiter. Gibt es Erwartungen, deren Erfüllung mich auf meinem Weg blockieren? 
  • Welche belastenden Gedanken haben mich im letzten Jahr (und vielleicht schon davor) begleitet? – Es ist wichtig sich bewusst zu machen, was man sich immer wieder vorsagt und wie man sich dadurch das Leben schwer macht.
  • Mit wem oder was bin ich im Groll? – Gibt es Menschen in meinem Leben, die mich verletzt oder enttäuscht haben? Vielleicht bin ich mir selbst für eine unterlassene Chance böse. Sich von diesem Groll zu lösen ermöglicht mir, frei und leichter voran zu schreiten.

Schritt 3 – Auf, auf ins neue Jahr

  • Zeit zu träumen: Schreibe Deine Wünsche auf! – No Limits, … es liest keiner außer Dir!
  • Welche konkreten Wünsche gibt es für die Bereiche Gesundheit, persönliches Wohlbefinden, Familie und Karriere?
  • 2020 ist zu Ende und Du blickst zurück. Was sollte unbedingt passiert sein, dass es für Dich ein gutes, glückliches Jahr war?

Schritt 4 – Zeichne Dein Bild

Du hast jetzt eine wunderbare Sammlung: Wünsche, Erkenntnisse, inspirierende Menschen, Projekte die umgesetzt werden wollen. Du hast die To-Do-List ausgemistet und auch im emotionalen Bereich Frühjahrsputz gemacht. 

Fällt Dir ein Bild dazu ein? Vielleicht ein Weg, wo jeder Teil Deiner Sammlung einen Stein auf dem Weg ergibt. Eine Schatzkiste, eine Landkarte oder eine Landschaft? Zeichne selbst, lade Dir ein Bild aus dem Internet herunter, finde ein Symbol. 

Du wirst Dich später vielleicht nicht an jede Einzelheit aus Deiner Liste erinnern, aber Dein Unterbewusstsein hat die Gedanken die Du Dir gemacht hast, sehr wohl gespeichert. Durch Dein Bild wird die Erinnerung wieder aufgefrischt!

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern eine leichten und beschwingten Start ins neue Jahr!

How to … Social Media

6 Mythen und die Realität

Öffnet man Apps wie Instagram, LinkedIn, Facebook und Co, so prasseln die Posts nur so über einen herein: lächelnden Menschen, Statusmeldungen, motivierende Sprüche, Fotos, Links, ‚curtain of the day‘, ‚tbt‘, Veranstaltungsankündigungen, Kinderfotos, … – man weiß jedenfalls gar nicht, wohin man zuerst schauen oder klicken soll. Hat man sichs versehen ist eine Stunde vergangen und man kann sich nicht mehr daran erinnern, was man ursprünglich in dem Forum wollte.

Man muss jedenfalls auch dabei sein – oder glaubt zumindest, dass man dabei sein muss. Aber wie? So wie es die anderen machen? Was poste ich? Kann ich damit überhaupt meine Karriere pushen? Was ist ‚privat‘, was ‚offiziell‘? Wie oft am Tag muss ich etwas Neues liefern, um bemerkt zu werden? Geht Karriere überhaupt ohne Social Media?

Grund genug, sich in einer kleinen Serie Gedanken zu dem Thema zu machen.

Hier die geläufigsten Legenden:

Mythos #1 Social Media kann jeder leicht selber machen
Mythos #2 Man muss auf allen Plattformen vertreten sein
Mythos #3 Social Media kostet nichts
Mythos #4 Ich brauche Social Media um für mich Werbung zu machen
Mythos #5 Social Media sind wie TV-Sender
Mythos #6 Man muss laufend posten, damit man im Gespräch bleibt

Starten wir mit …

#1 Social Media kann jeder leicht selber machen

Vor ein paar Tagen bin ich über eine Jobanzeige gestolpert, in der ein(e) Social Media Coordinator(in) gesucht wurde. Die Jobanforderungen, neben mehrjähriger (!) Joberfahrung waren:

  • Fähigkeiten im Texten
  • Fotografieskills, inklusive Kenntnis von Photoshop
  • Entwicklung Bildsprache
  • Verständnis für die Marke 
  • Die Fähigkeit dafür aussagekräftigen Content zu produzieren
  • Ausbildung in Grafikdesign 
  • die Bereitschaft 24/7 bereit zu stehen, da das Medium rund um die Uhr betreut werden sollte

Die professionelle Betreuung von Social-Media-Kanälen in Unternehmen ist ein Fulltime-Job, der, wie jeder andere Beruf, eine entsprechende Ausbildung und Zeit erfordert.

Nun ist es aber der Alltag, dass jeder Künstler / jeder Künstlerin sein oder ihr eigener ‚Social Media Coordinator‘ ist. Wie soll das gehen?

Einfach nur auf Social Media vertreten zu sein geht. Will man es für seine Karriere nutzen, muss man die Unterschiede der einzelnen Kanäle kennen, wissen, wen man wie wo ansprechen kann, Klarheit darüber haben, was man transportieren möchte und entscheiden, wie man diesen Content gestaltet. Ansonsten ist Social Media ein Fass ohne Boden, das Zeit und Energie kostet. Trotzdem man sich Mühe gibt, bleiben Erwartungen unerfüllt. Im schlimmsten Fall gehen Dinge sogar ungewollt nach hinten los oder schaden dem eigenen Ruf.


Vorschau:
#2 Man muss auf allen Plattformen vertreten sein

– Was für eine Marke bin ich?
– Was ist mein aussagekräftiger Content?
– Wie will ich meine Bildsprache gestalten?
– Welches Forum passt zu mir?
– Wen will ich mit meinen Post erreichen?