Warum ein Lebenslauf nicht genug ist

Es gibt viele Gelegenheiten, zu denen ich mich als Künstlerin/Künstler in schriftlicher Form präsentieren muss. Alles was ich aus der Hand gebe, erzählt etwas über mich. Neben dem Fotomaterial ist der Lebenslauf das wichtigste Marketingtool und deshalb sollte dem auch die nötige Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Zuallererst denkt man sicherlich an den klassischen CV, in tabellarischem Aufbau, der formale Anforderungen erfüllen muss und den man für Bewerbungen verwendet. Hier gibt es ganz klare Regeln, wie er auszusehen hat und welche Dinge man vermeiden sollte.

Eine Biographie für ein Programmheft muss da schon ganz andere Kriterien erfüllen. Und die „Über-mich“-Einträge in den Social-Media-Profilen sind dann nochmal etwas anderes.

Als Agentin überarbeite ich die Biographien meiner Künstler spezifisch für jeden Anlass. Manchmal gilt es Dinge explizit in den Vordergrund zu rücken – etwa die langjährige Zusammenarbeit mit einem bestimmten Regisseur – oder Schwerpunkte in der bisherigen Arbeit zu unterstreichen.

Meine Biographie erzählt nämlich nicht nur, was ich bisher gemacht habe, sondern sollte auch Aufschluss darüber geben, wohin ich als Künstlerin/Künstler will.

Die erwähnten Varianten unterscheiden sich dabei nicht massiv, dies würde nur irritieren, sondern ergänzen sich, vermitteln ein geschlossenes Bild.

Leider ist es aber damit noch nicht getan – das Begleitschreiben stellt die nächste Herausforderung dar. Übermittle ich meinen CV mit einem unpersönlichen Mail, nützt mir die Arbeit, die ich in meinen Lebenslauf investiert habe, womöglich gar nichts, weil dieser nicht geöffnet wird.

Insgesamt geht es nicht um Lobhudeleien, die Verwendung von Superlativen oder Name-Dropping, sondern darum einen authentischen Eindruck von mir als Künstlerin/Künstler zu vermitteln. Ähnlich wie bei meinem Fotomaterial, soll sich mein Gegenüber ein Bild darüber machen können, wer derjenige ist, mit dem man zusammenarbeiten wird.

Siehe auch: „Die größten Fehler beim Lebenslauf“

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