Warum

Es geht um Grundlegendes

Während der Ausbildung bewegt man sich unter seinesgleichen – in einem geschützten Raum. Nach dem Abschluss muss man sich mehr oder weniger alleine zurecht finden. Aber wie funktioniert das Leben als Künstler da draußen eigentlich? Was muss ich wissen, wie kann ich mich vorbereiten, wie finde ich meinen Platz?

In den Schulen gibt es keine Vorbereitung auf die Usancen der Branche, was dazu führt, dass auf die Euphorie des Abschlusses ein Vakuum, Stillstand und Selbstzweifel folgen können. Was ist als Nächstes zu tun? Agent ja/nein, welche Audition, kann ich dieses Foto verwenden, schreibe ich diesen Job auf den CV, brauche ich eine Website, was poste ich auf Facebook. Und dann noch die Fragen zu Steuer und Sozialversicherung – alles Dinge, auf die man in den seltensten Fällen vorbereitet ist.

Drehen sich die Fragen der ‚Jungen‘ eher darum, wie man Karriere macht und wie man es anstellt zu Auditions eingeladen zu werden, so sind bei ‚älteren Hasen‘ eher Fachwechsel, Typveränderung, vielleicht ein Karriereknick oder die Suche nach neuen Impulsen Thema.

Unvergleichbare Lebenswege

Die individuelle Künstlerkarriere ist mir bei allem ein großes Anliegen. Lebensläufe sind nicht miteinander vergleichbar.

Auch bei jenen, bei denen es von Anfang an super lief, kann ein Zeitpunkt eintreten, wo’s plötzlich stockt oder gar nicht mehr geht. Gründe können eine Veränderung des Typs, private Ereignisse, die sich wandelnde Branche, oder eine Korrektur der eigenen Zielsetzung sein. Genau dann gilt es wieder seinen eigenen Weg neu zu definieren!

Daher der Blog

So entstand eine Sammlung aus konkreten Fragestellungen, Tipps und Fakten, Gedanken zum Business, Essenzen aus Gesprächen mit Künstlern und Kollegen, Zitaten und Links. Aus dem tiefen Bedürfnis heraus, nach 20-jähriger Theatererfahrung zu verhindern, dass viele in die selben Pfützen tappen oder die selben frustrierenden Erlebnisse auf ihrem Weg durchleben.

Es geht darum …

  • den Fokus auf jene Dinge zu lenken, die man verändern, an denen man arbeiten kann, anstatt sich über Gegebenheiten Gedanken zu machen, auf die man keinen Einfluss hat.
  • zu erkennen, wie die Branche funktioniert, den Blick auch in der Hinsicht zu erweitern, wie man von anderen wahrgenommen wird. Was man selbst beitragen kann.
  • durch das Handwerkszeug und den roten Faden freier zu werden für das, was dem Künstler am Herzen liegt, anstatt im Wirrwarr verloren zu gehen.
  • schlussendlich seinen individuellen Platz zu finden.

Das sind die Schlüssel, die Türen öffnen und, gepaart mit Talent und Begeisterung, den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere legen.

Natürlich kann der Blog nur einen Ausschnitt abbilden, bleibt subjektiv und kann keine Garantie auf Vollständigkeit geben.

Im Idealfall soll der Blog den (Karriere-)Weg erleichtern. Die Kondition für den Aufstieg muss jeder selbst mitbringen, aber die richtige Ausrüstung, den stärkenden Proviant, Wetterbericht, Wanderkarte und etwas Motivation am Weg möchte er beisteuern.

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